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Alternativ Medizin / Naturheilkunde => Aktuelle News => Thema gestartet von: Silvia am 16. Oktober 2002, 17:54:36



Titel: Tipps bei Insektenstichen
Beitrag von: Silvia am 16. Oktober 2002, 17:54:36
Tipps bei Insektenstichen
 
Einige Millionen Insektenarten bevölkern unseren Planeten und sind Teil seines Lebens, doch mit einigen von ihnen fällt es schwerer, sich anzufreunden. Hier besprechen wir nur die Stiche bzw. Bisse von Stechmücken, Bienen, Wespen und Zecken. Dabei sind letztere, genaugenommen, keine Insekten, sondern Milben. Manche Menschen scheinen eine geradezu magische Anziehung auf gliederfüßige chitinhäutige Stecher und Sauger auszuüben, doch auch "durchschnittlich" geplagt zu werden, kann schon manchen Urlaub vermiesen.

Ungewöhnliche Anfälligkeit für Insekten oder Parasiten gehört in das Feld der homöopathischen konstitutionellen Behandlung, ebenso Überempfindlichkeit aller Art oder Spätfolgen von Stichen. Selbstverständlich gibt es auch für den akuten Fall homöopathische Behandlungsmöglichkeiten, die Sie jedoch mit Ihrem Therapeuten absprechen müssen. Solange Sie wegen chronischer Probleme, gleich welcher Art, in homöopathischer Behandlung sind - und auch für einige Zeit danach - raten wir dringend, Selbstbehandlung mit potenzierten Mitteln auf Erste Hilfe in absoluten Notfällen zu beschränken. Im Folgenden möchte ich einige Hausmittel und Tipps aufführen, die eine homöopathische Therapie nicht stören.


Stechmücken

Alternativ-Tipps wie Tomaten-, Reinfarn-, Zwergholunder- bzw. Basilikum-Zweige oder ätherische Öle im Zimmer zum Fernhalten von Insekten aller Art testete ich schon vor vielen Jahren als völlig wirkungslos; ätherische Öle in andauernder Konzentration verbieten sich ohnehin als Störfaktoren homöopathischer Mittel. Gehorsame Achtung erweisen die lästigen Stechmückenscharen immerhin unserem elektronischen Anti-Mücken-Stecker "Ultra-Stichfrei" (mit Ultraschall, nicht mit Gift!), vorausgesetzt, dieser wird beim abendlichen Lüften im richtigen Winkel fensternah angebracht, es brennt kein Licht im Raum und bei den Nachbarn harrt leichte Beute.
Engmaschige Fliegengitter verhindern effizient das Eindringen der Stechmücken.

Doch was tun, wenn die blutsaugenden Zweiflügler der südeuropäischen Gattung Culex bereits zugeschlagen haben? Im Unterschied zu ihren subtropischen Cousinen der Gattung Anopheles übertragen sie zwar keine Malaria; doch der Stich schwillt und juckt, er kann sich entzünden, ja eine große Zahl von Stichen kann zumindest Kinder sogar regelrecht krank machen. Es gibt verschiedene Hausrezepte. Und da sie offenbar bei verschiedenen Menschen unterschiedlich wirken, nenne ich hier mehrere:


Code:
Zitronensaft auf den Stich geben (für Kinder in ein Schälchen neben das Bett, notfalls auch Essig).
Mit Zwiebel betupfen.
Etwas Salz auf den Stich.
Salmiakhaltige Stifte aus der Apotheke (Zitronensaft wirkte bei uns besser).

Zum Kratzen - wenn es trotz alledem sein muss - angefeuchteten Waschlappen nehmen, damit man sich nicht aufkratzt.


Zecken

Zecken, auch "Holzböcke" genannt, entwickeln sich über ein Larven- und ein Nymphen- Stadium zu geschlechtsreifen Tieren. Alle Stadien sind Schmarotzer (den Stechmücken dient menschliches Blut dagegen nur zur Reifung der Eier). Wenn Zecken die im Schweiß sich bildende Buttersäure riechen, lassen sie sich einfach fallen. Zecken können Krankheiten übertragen. Häufiger als die Übertragung der Frühsommer-Zecken-Enzephalitis (Hirnhautentzündung) ist die sogenannte Borreliose, die für abwehrgeschwächte Menschen nicht ungefährlich ist und zu Nerven- und Gelenkschäden führen kann. In den USA ist ein Impfstoff zugelassen worden, der aber gegen die in Deutschland meistverbreiteten Borrelienstämme nicht wirkt. Es müsste für uns ein eigener Impfstoff entwickelt werden. Doch welche Entwicklung ist das, dass die Zahl der Impfempfehlungen immer größer wird? Sich ringförmig ausbreitende Hautrötungen (nicht nur am Ort des Bisses), entzündete Bissstellen oder grippeähnliche Symptome nach Zeckenbissen sind Anlass, mit Ihrem Behandler zu sprechen - ganz gleich ob Sie geimpft sind oder nicht.

Vorbeugend gilt, sich und die Familie nach Picknick-Ausflügen, Streifzügen durch Unterholz und Dickicht oder hohes Gras zuhause sorgfältig abzusuchen. Auch die Kopfhaut sollte angeschaut werden. Zecken haben einen harten Panzer, der zwischen den Fingernägeln spürbar knackt.

Glücklicherweise sind sie langsame Tiere. Sie krabbeln länger auf dem Körper herum, bis sie irgendwann eine weiche warme Hautstelle gefunden haben (häufig Achseln oder Leisten). Haben sie gerade erst begonnen, sich festzusaugen, sind sie noch mit Leichtigkeit abzupflücken. Doch bald sitzt der mit Widerhaken besetzte Saugrüssel tief in der Unterhaut, und wer ungeduldig zieht, hat vielleicht nur eine halbe Zecke zwischen den Fingernägeln. Mit etwas Geschick hilft der Griff ganz dicht an der Hautoberfläche; anschließend in einer drehenden Bewegung herausziehen, möglichst mit einer Zeckenzange (Apotheke), notfalls mit einer spitzen Pinzette oder langen Fingernägeln, am besten nach Anwendung von Kältespray (s.u.).
Grundsätzlich abzuraten ist davon, Zecken mit Öl, Butter, Klebstoff oder Hitze zu töten oder zu betäuben, um sie leichter entfernen zu können. Die sterbenden Tiere entleeren dann nämlich ihre Drüsen in die Bissstelle, was die Infektionsgefahr erhöht. Ein noch wenig bekannter Tip: Kältespray (Vereisungsspray) aus der Apotheke. Zwei bis drei ordentliche Sprühstöße lähmen die Zecke rasch, bevor sie etwas entleeren kann, und das Tier kann drehend leicht abgezupft werden. Bevor Sie eine Zecke auf Ihrem Kind besprühen, probieren Sie das Spray am besten an sich selber aus, um ein Gefühl für die Dosierung zu bekommen.


Bienen und Wespen

Beide Insektenarten sind keine Schmarotzer und stechen nur, wenn sie sich angegriffen fühlen. Der Stechapparat der Bienen ist im Gegensatz zu jenem der Wespen mit Widerhaken besetzt. Das führt dazu, dass der Bienenstachel samt Giftdrüse in der Haut von Warmblütlern, wie Menschen es sind, hängen bleibt. Die Biene fliegt ohne ihn weiter und geht an dieser Verletzung zugrunde.

Das Entfernen des Stachels erfordert ein gewisses Geschick, um nicht die anhängende Giftblase zu drücken. Das Gift von Bienen, Wespen und Hornissen (die auch zu der Gattung der Wespen gehören) zersetzt sich oberhalb von 42°C. Ein Feuerzeug, eine brennende Zigarette oder Glühbirne (vor letzterer haben Kinder weniger Angst), sachte in Nähe des frischen Stiches gehalten, kann dies bewirken und weitere Maßnahmen erübrigen. Später sind wir eher für einen Eiswürfel dankbar. Sehr kräftiges Saugen am Biss kann erfahrungsgemäß auch Linderung bringen, obwohl es unwahrscheinlich ist, aus dem winzigen Einstich durch die elastische Oberhaut hindurch irgendetwas von dem Gift herauszubekommen. Der Effekt ähnelt eher dem sogenannten "unblutigen Schröpfen": Dabei gibt es mikroskopisch kleine Einblutungen ins Gewebe (einen minimalen "blauen Fleck"). Dadurch wird der Organismus aktiviert, Giftstoffe in der entsprechenden Region verstärkt abzubauen. Dies kann auch bei anderen Stichen ausprobiert werden.

Bei örtlich heftiger Reaktion lindert ein Umschlag mit essigsaurer Tonerde aus der Apotheke. Bienen- und Wespenallergiker sollten für den Notfall in Absprache mit ihrem Behandler stets geeignete homöopathische Mittel in Hochpotenz mit sich führen, da heftigste Allgemeinreaktionen mit Kollapszuständen usw. möglich sind.

Vorsicht bei Marmeladenbrot und Süßspeisen im Freien: Stiche im inneren Hals sind nicht ungefährlich. Wenn Sie mit Ihrer Familie häufig im Freien frühstücken, sollten Sie mit Ihrem Homöopathen über homöopathische Notfallmedikation sprechen.

Entnommen aus der Patientenzeitschrift GLOBULI:


Gruesse Silvia


Titel: Re: Tipps bei Insektenstichen
Beitrag von: Ursula am 04. Juli 2007, 09:04:51
Mückenstiche

Bewährt hat sich Heilerde in Wasser gelöst, äußerlich als Auflage verwendet.
Ist man unterwegs im Wald z.B. bei Wanderungen hat man oft die Mittel zu Hause vergessen. Findet man einen Johanniskrautstrauch, kann man Blätter und Blüten im Mund zerkauen und äußerlich als Auflage verwenden.

Ursula



Titel: Re: Tipps bei Insektenstichen
Beitrag von: Heike am 23. September 2008, 14:02:49
Wir haben die besten Erfahrungen mit Lavendelöl gemacht!