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Autor Thema: Medikamente per Internet Apotheke  (Gelesen 13262 mal)
Silvia
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« am: 14. Oktober 2002, 19:40:40 »

Kassen setzen auf Medikamenten-Versand im Internet
- Trendwende zugunsten des Versandhandels zeichnet sich ab-


Apotheken wehren sich gegen den Medikamenten-Versand im Internet

Hamburg (AFP) - Im Streit um den Versand von Medikamenten über das Internet zeichnet sich offenbar eine Trendwende zugunsten der gesetzlichen Krankenkassen ab. Angesichts des jüngsten Beschlusses des Sozialgerichts Hamburg könnte das Bundesversicherungsamt (BVA) seine harte Haltung gegen den Versandhandel aufgeben, sagte BVA-Abteilungsleiter Tullio Sartori der "Financial Times Deutschland". Das Hamburger Gericht stoppe dem Bericht zufolge die Einstweilige Verfügung des BVA gegen die DAK, und ermöglicht damit zunächst wieder die Erstattung von Medikamenten, die im Internet bestellt wurden.

Durch den Handel von Arzneimitteln über das Internet könnten nach Ansicht der Krankenkassen jedes Jahr dreistellige Millionenbeträge eingespart werden. Aus diesem Grund will die Bundesregierung das Verbot des Versandhandels im deutschen Arzneimittelgesetz kippen.
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Ursula
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« Antwort #1 am: 14. Oktober 2002, 19:59:10 »

Das sich die Apotheken gegen den Internet-Versand wehren wollen, habe ich die Tage erst wieder beim Einkaufen erlebt.
Die rührige Apotheken-Angestellte überredete gezielt die älteren Kunden zu einer Unterschriftenaktion gegen den Internet-Versand.
Bis ich an der Reihe war, hatte ich mir schon ein paar gute Argumente pro Internet überlegt... Offensichtlich lag ich nicht in der Zielgruppe, denn als ich bedient wurde, verschwand der Unterschriftenzettel kommentarlos unter`m Thresen. :roll:

Ursula
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Konfuze sagt: Wenn dir ein Vogel aufs Hemd kackt, ärgere dich nicht. Freue dich, dass Kühe nicht fliegen können.
Silvia
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« Antwort #2 am: 14. Oktober 2002, 21:27:11 »

Liebe Ursula

Zitat von: "Ursula"
Das sich die Apotheken gegen den Internet-Versand wehren wollen, habe ich die Tage erst wieder beim Einkaufen erlebt.
Die rührige Apotheken-Angestellte überredete gezielt die älteren Kunden zu einer Unterschriftenaktion gegen den Internet-Versand.
Bis ich an der Reihe war, hatte ich mir schon ein paar gute Argumente pro Internet überlegt... Offensichtlich lag ich nicht in der Zielgruppe, denn als ich bedient wurde, verschwand der Unterschriftenzettel kommentarlos unter`m Thresen. :roll:
Ursula


Ohhh da erwischst Du bei mir auch einen wunden Punkt  :evil: . Wenn ich mir nur anschaue wie Apotheken um Unterschriften werben dann koennt ich fast verrueckt werden. Mich hat ein und dieselbe Apotheke gleich dreimal aufgefordert zum Unterschreiben.  Ich habe jedesmal gesagt das ich kein Interesse daran habe zu Unterschreiben da ich für den Versandhandel ueber das Internet bin !!!
Den Apotheken geht es doch wirklich nur darum Profit zu machen, kein Mensch kann mir erzaehlen das es Ihnen nur um die Gesundheit geht.

Ich sage nur Healing Herbs Grrrrrrrrrr da hat uns ja auch der Bayerische Apothekerverband den Verkauf gestoppt  :evil:

Wenn ich heute Medikamente benoetige wie z.B. die Pille, Kopfschmerztabletten, oder sonstwas was man eben auf Vorrat zuhause hat, dann werde ich in Zukunft sehr gerne das ganze zu guenstigen Preisen im Internet bestellen. Brauche ich Antibiotika oder sonst was dringendes, dann gehe ich in die Apotheke, aber nur noch dann.

Es ist eine Frechheit was hier in Deutschland passiert, da darf man Bachblueten nicht mehr verkaufen nur weil das Etikett nicht der Norm entspricht und es damit zu einem Medikament wird das nur in Apotheken verkauft werden darf, der Inhalt ist echt nicht das Thema es geht nur um das Etikett. Und schon duerfen Apotheken das ganze 200% teurer an Kunden verkaufen. Ich verstehe es nicht  :?:

Ach ich merke schon ueber das Thema darf ich mich wirklich nicht aufregen sonst bekomm ich irgendwann noch nen Herzkasper  :shock:

Ich auf jedenfall bin PRO Internet-Apotheke

Beste Gruesse
Silvia
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Silvia
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« Antwort #3 am: 16. Oktober 2002, 17:43:13 »

Quelle aponet.de

Apotheker wehren sich gegen Versandhandel
Die Apotheker haben ihren Widerstand gegen die Pläne von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bekräftigt, den Versandhandel von Arzneien zu erlauben. Versandapotheken seien nicht sicher und betrieben «Rosinenpickerei». Als Folge werde das bewährte System wohnortnaher Apotheken zerstört, erklärte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Hans-Günter Friese, laut Redetext am Montag in Berlin.

Er forderte, dass Arzneien Kranken nur durch «qualifiziertes pharmazeutisches Personal» nach Hause geliefert werden dürfen. Friese erneuerte auch seinen Vorschlag für eine Reform der Apothekenspannen. Danach sollen die Apotheker an niedrigpreisigen Arzneien mehr verdienen als bisher. Dagegen sollen die Apothekenzuschläge für höherpreisige Medikamente sinken. Als Folge könnten die Krankenkassen laut Friese bereits im ersten Jahr ungefähr 400 Millionen Euro einsparen.
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Angel95
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« Antwort #4 am: 19. Oktober 2002, 14:49:03 »

Hallo,
ich bin auch hier Lächelnd
Da habt ihr ja gleich ein heisses Eisen zu fassen :twisted:
Hier bei uns in unserer Kleinstadt gibt es mindestens 6 Apotheken, eine weitere soll in ein neues Einkaufszentrum... Scheint ein gutes Geschäft zu sein, ein vernünftiges Kaufhaus haben wir nämlich nicht!
O.k., die Beratung ist in einigen auch wirklich gut und ich habe sogar mal ungefragt ein hom. Mittel empfohlen bekommen!  :? Und die bekommt man ja leider doch meistens nur in der Apotheke (warum wohl...s.o.).
Und da ich auch eigentlich ein ehr fauler Mensch bin, werde ich in Zukunft auch so viel wie möglich bestellen, also wer mir gute Adressen nennen kann, her damit!
 Zunge LG
Angel95
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Lea
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« Antwort #5 am: 19. Oktober 2002, 16:08:27 »

Hallo,

da habt ihr euch aber ein Thema ausgesucht. Schwierig, schwierig.

Leider sehen beide Seiten die Sicht zu eingeschränkt.
Apotheker geben nicht zu, dass sie Profit machen wollen. Das will aber jeder. Schließlich müssen sie auch leben. Die Zeiten, wo Apotheker das dicke Geld machen, sind längst vorbei. Leider haben das die meisten Menschen in der Bevölkerung noch nicht begriffen. Nur durch Beratung können sie nicht existieren. Und das ist das einzige, was die Regierung und der größte Teil der Bevölkerung von der Apotheke will. Nur wer bezahlt diese Beratung? Ärzte kassieren von der Krankenkasse das dicke Geld für eine Beratung. Bei ihnen sind kleine Fehler auch erlaubt. Apotheker bekommen kein Geld. Trotzdem wird es von ihnen verlangt und der Eigentümer der Apotheke haftet für alles. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen für was alles! Was ist dann los, wenn es nur noch Beratung in der Apotheke gibt? Gar nichts, denn Apotheken schließen. Apotheken können nicht von den kleinen Medikamenten leben. Bei den Medikamenten gibt es eine Spanne, wie viel der Apotheker an Zuschlag nehmen darf. Bei billigen Medikamenten ist er natürlich sehr gering. Von diesem Zuschlag müssen dann alle Kosten bezahlt werden. Das deckt sich noch nicht einmal. Also müssen die Apotheken teurere Medikamente verkaufen um die Existenz zu sichern. Das sind alles Punkte, die der Apotheker nennen müsste, damit er als glaubwürdig da steht.

Bei den Patienten gibt es das Problem der Qualitätssicherung. Wenn Medikamente über das Internet versendet werden, wer sichert die Qualität? Wenn es zu Internet- Apotheken kommt, dann gibt es sehr viele Quellen, wo man bestellen kann. Natürlich sucht man sich dann die billigste Quelle aus. Aber diese Medikamente werden nicht überpüft! Ich bin froh, wenn ich weiss, von wo meine Medikamente kommen. Aber über das Internet kann man das nicht alles kontrollieren. Sollte es dann mal zu Problemen kommen, gibt es keine Stelle, die verantwortlich ist. Habt ihr mal versucht gegen eine grosse Firma anzukommen? Dies ist, wenn überhaupt, nur sehr schwer möglich. Apothekern wird dann die Approbationsordnung entzogen und sie dürfen sich einen neuen Beruf suchen.
Was ist mit dringenden Arzneimitteln? Bestellt man diese übers Internet? Wann erreichen diese dann ihr Ziel? Ihr wisst doch selber, wie viel über den Postweg mal verloren geht, oder ewig braucht oder kaputt geht. Was macht ihr dann?!
Oder was ist mit individuell hergestellten Salben, Cremes, Tropfen, Kapseln etc? Das wird nicht mehr möglich sein. Vor allem Allergiker wird dies treffen, wenn die Bestandteile nicht aufeinander abgestimmt werden können. Und Allergiker wird es immer mehr geben.
Also wird man zukünftig in die Apotheke gehen, wenn man speziell hergestellte Medikamente will, beraten werden will oder dringend ein Arzneimittel braucht. Aber wo ist dann die nächste Apotheke? Die meisten werden nämlich schliessen müssen. Von diesen Punkten kann eine Apotheke nämlich nicht existieren! Beispiel: für ein Fettpuder bei Allergien berechnet eine Apotheke 7,04 Euro inklusive Verpackung. Zeitaufwand etwa gute 20 Minuten. Wie soll eine Apotheke von solchen Sachen existieren können?! Die Arbeitslosenzahl wird hochgehen und die Frauen werden noch viel mehr arbeitslos sein. Beim Pharmaziestudium sind von 40 Leuten nämlich nur fünf Männer dabei! Viele Frauen ergreifen den Beruf der Apothekerin, da sie wunderbar nur eine gewisse Anzahl Stunden arbeiten können und somit der Beruf wunderbar mit der Familie vereinbaren können.

Ich hoffe, die Bevölkerung wird merken, was die Internet- Apotheken verändern werden!
Ich bin natürlich KONTRA Internet- Apotheke!!

Viele Grüsse
Lea
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Silvia
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« Antwort #6 am: 19. Oktober 2002, 16:56:55 »

Liebe Lea,

danke fuer Deinen ausfuehrlichen Bericht. Ich finde es gut auch die andere Seite zu sehen und gewiss hast Du in einigen Punkten auch Recht. Ich will die Apotheken auch nicht ganz schlecht machen, im Moment hab ich auf die vielleicht einen ziemlichen Frust aber das ist ne andere Geschichte.... Ganz weg denken moechte ich jedoch die Apotheken nicht, im Gegenteil wir brauchen schon noch welche. Z.b. Menschen ohne Internet haetten ein ganz schoenes Problem  :roll:

Zitat
Ärzte kassieren von der Krankenkasse das dicke Geld für eine Beratung. Bei ihnen sind kleine Fehler auch erlaubt. Apotheker bekommen kein Geld. Trotzdem wird es von ihnen verlangt und der Eigentümer der Apotheke haftet für alles.


Wie meinst Du das ? Wenn ich mit einem Rezept zur Apotheke gehe, dann haftet doch der Apotheker nicht dafuer wenn mein Artz mir da irgendwas aufgeschrieben hat, was ich nicht vertrage.  :?:

Zitat
Bei den Patienten gibt es das Problem der Qualitätssicherung. Wenn Medikamente über das Internet versendet werden, wer sichert die Qualität? Wenn es zu Internet- Apotheken kommt, dann gibt es sehr viele Quellen, wo man bestellen kann. Natürlich sucht man sich dann die billigste Quelle aus.


Da stimme ich Dir zu natuerlich greife ich zu dem Medikament welches am billigsten ist. Aber Ratiopharm bleibt doch Ratiopharm..... egal woher ich es bekomme es muss das gleiche Medikament sein wenn ich genau dieses auswaehle, oder ? Ich glaube nicht das die Internet Apotheke einfach verschicken kann was sie will hauptsache der Wirkstoff ist enthalten. Wenn ich bestelle dann suche ich mir mein Mittel schon aus und lasse keine Abweichungen zu. So wuerde ich das zumindest mal sehen.

Zitat
Was ist mit dringenden Arzneimitteln? Bestellt man diese übers Internet? Wann erreichen diese dann ihr Ziel? Ihr wisst doch selber, wie viel über den Postweg mal verloren geht, oder ewig braucht oder kaputt geht. Was macht ihr dann?!


Da gebe ich Dir 100%ig recht. Eilige Medikamente wuerde auch ich nicht ueber das Internet bestellen  :idea:  Das bringt gar nichts und ich glaube dazu wird die Internet Apotheke auch nicht genutzt es sei denn die wuerden 24 Stunden Lieferung garantieren, was ich mir nicht vorstellen kann. Sowas wird auf jedenfall in der Apotheke am Ort gekauft da bin ich mir sicher.
Ueber kurz oder lang wird die Internet Apotheke auch in Deutschland legal sein und ich glaube nicht das die Apotheken dann ganz verschwinden es werden vielleicht weniger. Oft reichen in einem kleinen Ort die zwei Apotheken oder ? Oft sind es aber 4-6.

Und was man nicht vergessen sollte, warum soll denn die Apotheke selber nicht auch im Internet verkaufen. Wir reden hier ja nicht nur von der Hollaendischen Doc Morris Internet Apotheke. Wenn man heute mal im Internet rum schaut es gibt immer mehr Apotheken die sich praesentieren und denen wird es gewiss nicht schwer fallen noch einen Shop dahinter zu bauen.... Ist doch eigentlich auch fuer die ein lukratives Geschaeft oder was meinst Du ??

Zitat
Ich bin natürlich KONTRA Internet- Apotheke!!


Finde ich auch gut wenn hier beide Seiten/Ansichten dargestellt werden, dafuer ist ein Forum ja da, damit man frei seine Meinung sagen kann und mit anderen drueber disskutiert.

Hoffe Dich mal wieder hier zu lesen  :wink:

Beste Gruesse
Silvia
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« Antwort #7 am: 19. Oktober 2002, 17:34:53 »

Hallo,

das Problem ist, dass der Apotheker dafür gerade steht, dass die Arzneimittel, die er verkauft auch rein sind, also genau das enthalten, was auf der Verpackung steht, da er vor Verkauf dazu verpflichtet ist, dies zu überprüfen. Ist dies nicht der Fall, haftet er. Klar muss der Arzt die Arzneimittel aufeinander abstimmen und dafür haften. Aber bei OTC- Verkäufen (also ohne Rezept) muss der Apotheker gerade stehen. Und ihn trifft es, so zeigen viele Fälle, härter. Ich hätte viele Beispiele, die zeigen, dass der Apotheker für alles verantwortlich ist. Oft sind die Rezepte auch ungenau oder der Patient versteht nicht, was gemeint ist etc. Das zu erklären würde wirklich den Rahmen sprengen.

Natürlich ist Ratiopharm z.B. die billigere Alternative. Aber wenn es immer mehr Firmen gibt, werden die Patienten verwirrt. "Soll ich Stada, Ratiopharm, X, Y oder Z nehmen?" Dann nehmen alle das billigere. Je größer aber das Angebot ist, umso weniger Kontrolle und Sicherheit gibt es somit. Im Moment sind uns noch die meisten Firmen bekannt und wenn nicht, gibt es sicher jemanden im Bekanntenkreis, der Z kennt. Aber wenn man um die 20 Anbieter für Paracetamol z.B. hat, fragt man nicht erst, ob das billige jetzt in Ordnung ist. Die meisten Anbieter sind nämlich unbekannt dann. Dies begreiflich zu machen ist sehr schwierig. Es ist sehr einfach, billig Medikamente herzustellen: Wenn man die Hygiene- Vorschriften nicht beachtet! Dann kann man schneller arbeiten, hat weniger Materialverbrauch etc. Das kann aber niemand kontrollieren! Es gibt zu viele Verstecke, die man online "bauen" kann. Ich möchte nicht meine Augentropfen bei einer unbekannten Firma bestellen nur weil es ein  paar Euro billiger ist. Dann würde ich nämlich die Gefahr in Kauf nehmen meine Augen zu zerstören. In einer Apotheke gibt es Unmengen an Kontrollen. So viele kann man sich gar nicht vorstellen. Dies kann man aber nicht fortsetzen, wenn es Internet- Apotheken gibt.
Ich bin übrigens nicht gegen Versandhandel! Dies ist sehr sinnvoll. Auch über Internet zu bestellen, ist in Ordnung. Dann müsste nur sehr genau über Regeln nachgedacht werden. Eine Idee dazu hätte ich aber nicht.
Das Problem bei Internet- Apotheken ist einfach die Unsicherheit (wenn nicht eine konkrete Apotheke dahintersteht, die kontrolliert werden kann).

Viele Grüsse
Lea [/quote]
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« Antwort #8 am: 19. Oktober 2002, 17:58:56 »

Hallo Lea,

Zitat
Das Problem bei Internet- Apotheken ist einfach die Unsicherheit (wenn nicht eine konkrete Apotheke dahintersteht, die kontrolliert werden kann).


Eine Internet Apotheke hat meiner Meinung nach auch Fachpersonal dabei, z.b. bei Doc Morris kann man anrufen wenn man fragen hat und man wird mit einem Apotheker verbunden. Natuerlich kann ich das uebers Telefon nicht beurteilen, aber ich glaube mal das die sich da nicht sooo viel erlauben koennen und da z.b. Aushilfskraefte ans Telefon setzen denn gerade solche Internet Apotheken stehen doch auch viel mehr unter der Beobachtung als andere.
Meine Medikamente bei einem Versandhandel zu kaufen wo niemand Ahnung hat.... hmmmmm da waere ich mir jetzt auch nicht sicher ob ich das wollte, mir fehlt dazu aber im Moment auch einfach noch das Angebot um mal so richtig zu recherchieren was man da so alles bekommt und wie die Beratung bzw. Serviceleistungen aussehen.

Aber ich hab da gerade einen Artikel vom April dieses Jahres gefunden, so ganz sind die Apotheken wohl doch nicht gegen einen Versandhandel. Hier der bericht vom 28.4.02 aus dem Manager-Magazin:
Code:

[b]Apotheker knicken ein[/b]    

[i]Die Apotheker machen Nägel mit Köpfen. Sie gründen einen Verband für Versandhandel.[/i]
Köln - Apotheker haben am Wochenende in Köln den Bundesverband Deutscher Versandapotheker (BVDVA) gegründet. Sie stellten sich damit gegen den Kurs der etablierten Pharmazeutenverbände, die den Internethandel mit Arzneimittel ablehnen. Bislang hatten jedoch auch die Apotheken den Versandhandel von Medikamenten übers Internet vehement abgelehnt.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hatte erst Anfang vergangener Woche deutlich gemacht, dass sie die Voraussetzungen für den Arzneimittelversandhandel in Deutschland schaffen wolle.

Mitinitiator Thomas Kerckhoff sagte auf der Gründungsversammlung, sein Berufsstand habe sich zu lange dem konstruktiven Dialog verweigert. Mit der Gründung des Bundesverbandes Deutscher Versandapotheker wollten die Apotheker ihre Bereitschaft zu einer konstruktiven Mitarbeit demonstrieren, sagte Kerckhoff.

Mit dem BVDVA wolle man ein politisches Forum für alle Apotheker schaffen, "die an der Erarbeitung der Rahmenbedingungen des qualitätsgesicherten Versandhandels in Deutschland mitwirken wollen", sagte Kerckhoff.


Beste Gruesse
Silvia
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RKdirekt
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« Antwort #9 am: 29. Oktober 2002, 22:02:10 »

Tja, also ich ziehe mir auch eine öffentl. Apotheke vor, wenn ich mal eine brauchen sollte! Zufällig ist meine Freundin Apothekerin, aber auch so, ich schätze einfach Bedienung und persönlichen Kontakt! Da in Zukunft ja ohnehin fast Alles außer * vielleicht über das Netz zu haben sein wird und man eigentlich nicht mehr raus muß, ja was soll da werden? Das unser "Gesundheitswesen" am Boden ist, weiß jeder, das dafür dann aber auch noch zahlreiche Existenzen flöten gehen sollen und das wird es garantiert mit Bummel in der Online-Apotheke, tja da frag ich dann schon nach dem Nutzen! Drum bleib ich lieber gesund und brauch weder die eine, noch die andere Apotheke  :wink: !
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Ursula
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« Antwort #10 am: 05. Dezember 2002, 17:26:45 »

Ich habe gestern zufällig in die Sendung "Stern-TV" geschaltet, dort ging es u.a. auch um die immer wieder gepriesene Beratung in den Apotheken.

Als "Versuch" dazu wurde eine Testperson mit einem Rezept :!:  - verschreibungspflichtiges Mittel gegen Magengeschwüre - in eine Apotheke geschickt und sollte sich gleichzeitig rezeptfrei Schmerzmittel (Togal) kaufen.
Dabei mußte eigentlich dem Apotheker auffallen, das sich beide Mittel nicht vertragen d.h. Bestandteile des Schmerzmittels würde den erkrankten Magen noch mehr reizen.
Das Ergebnis: von 11 untersuchten Apotheken verkauften 9 die Mittel komentarlos ohne Beratung :cry:

Leider habe ich den Beitrag nicht ganz gesehen, aber vielleicht kann hier jemand weiterberichten?

Ursula
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« Antwort #11 am: 06. Dezember 2002, 15:46:17 »

Hallo,
einen ähnlicher Versuch wurde mit Nasenspray mal gemacht, da wurde nur in einer von 10 Apotheken vor der süchtigmachenden Wirkung dieses bestimmten Mittels gewarnt.
Zitat von RKdirekt:"Da in Zukunft ja ohnehin fast Alles außer * vielleicht über das Netz zu haben sein wird und man eigentlich nicht mehr raus muß, ja was soll da werden?"
 :oops: Ich muss auch für * nicht raus Cool das mußte ich nur zum rauchen :idea: ansonsten lasse ich das mal kommentarlos hier stehen :lol:  :lol:  :lol:  :lol: den Rest von diesem tollen Text auch :x .
Tut mir leid, wenn ich Beratung brauche, dann gehe ICH bestimt nicht in eine Apotheke!
Angel95 :blauhupf:  :Nikolaus:
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« Antwort #12 am: 26. Januar 2004, 11:34:53 »

Hallo,
wegen dem Zwang, Profit zu machen, ist die "Beratung" der Apotheken natürlich genauso ernst zu nehmen wie die Expertenkommissionen, die Impfungen empfehlen und zum nicht geringen Teil aus Pharmavertretern bestehen.

Und wie immer gibt es auch angenehme Ausnahmen: ich hab mir mal Augentropfen gegen eine Bindehautentzündung kaufen wollen. Die Apothekerin fragte mich, ob ich schwanger sein. Die Tropfen seien nicht so harmlos und besser sei es, ich ginge zum Arzt. Wenn die das immer so macht, ist die Apotheke wahrscheinlich heute pleite, aber ich wusste das zu schätzen.

Die Beratung bei homöopathischen Arzneimitteln ist fast immer falsch. Ein Apotheker müsste dazu nämlich eine Ausbildung von mindestens 200 Stunden machen. Stattdessen werden die Mittel oft nach klinischer Symptomatik empfohlen und das ist nicht homöopathisch. Das ärgert mich schon ein bisschen.

Viele Grüße,
Marion
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