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Autor Thema: die Arzneipflanze des Jahres  (Gelesen 5133 mal)
Ursula
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« am: 02. Juli 2010, 11:48:58 »

Efeu ist Arzneipflanze des Jahres 2010


Jedes Kind kennt den Efeu. Er wächst in fast jedem Garten; in der Großstadt wie auf dem Dorf bedeckt er Mauern oder klettert an Bäumen hinauf. Kaum jemand allerdings weiß, dass der Efeu eine heilende Wirkung ausübt. Wissenschaftler der Universität Würzburg haben ihn darum zur "Arzneipflanze des Jahres 2010" gekürt.
Bereits die Ärzte der Antike nutzten Efeublätter und Efeufrüchte: als Schmerzmittel oder, in Salben verarbeitet, bei Verbrennungen. Heute kommt ein Extrakt aus den gelappten Blättern des Efeus zum Einsatz. Er bessert die Beschwerden bei chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankungen und bei akuten Entzündungen der Atemwege. Auch bei Keuchhusten wird er zur Linderung eingesetzt. Die für diese Wirkungen hauptverantwortlichen Inhaltsstoffe heißen Saponine.

Wirksamkeit durch Studien belegt

Die Wirksamkeit des Efeu-Extrakts sei durch klinische Studien belegt, wie Franz-Christian Czygan, Johannes Gottfried Mayer und Konrad Goehl von der Universität Würzburg mitteilen. Die drei Wissenschaftler gehören dem "Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" am Institut für Geschichte der Medizin an.

Aber Achtung! Der Efeu hat auch gefährliche Wirkungen: Frische Efeublätter und ihr Saft können nach Kontakt mit der Haut allergische Entzündungen verursachen. Und an den Beeren der Pflanze können sich besonders Kinder vergiften - Übelkeit, Durchfall und Erbrechen sind die Folgen.

Efeu in der Kulturgeschichte

Wie kaum eine andere Heilpflanze ist der Efeu mit der europäischen Kulturgeschichte verbunden. Er galt früher als Wahrzeichen des ewigen Lebens, als Symbol für Liebe und Treue. Bei den Ägyptern war er dem Osiris, im antiken Griechenland dem Dionysos geweiht; man verstand ihn als Hinweis auf die Präsenz des Gottes.

Dichter bekränzte man mit Efeu, weil der Efeu auch eine heilige Pflanze der Musen war. Brautpaare erhielten Efeuzweige als Sinnbild ihrer immerwährenden Verbundenheit.

Im frühen Christentum finden sich Efeuranken auf Sarkophagen, im Mittelalter schmücken sie Kirchen und Kathedralen, in Stein gehauen (Reims, Marburg) oder in Holz geschnitzt (Altenburger Dom).

Wo der Name des Efeus herkommt

Das deutsche Wort Efeu geht wahrscheinlich auf einen alten Wortstamm "ebah" oder "ifig" (altsächsisch) zurück, was soviel wie "Kletterer" heißt. Früh wurde der Wortstamm mit "Heu" verbunden: althochdeutsch "ep-höu" "ebe-höu", was "Kletterlaub" bedeuten könnte.

Der botanische Name Hedera helix leitet sich vermutlich von dem griechischen Begriff hédra (Sitz) ab, weil die Pflanze auf dem Baum "sitzt". Helix kommt vom griechischen Wort helissein (winden, drehen), denn der Efeu windet sich um den Baum herum. Bei den Griechen hieß der Efeu kissós, was ebenfalls "Schlinge" bedeutet.

Wer die Arzneipflanze des Jahres bestimmt

Seit 1999 wählt der Würzburger "Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" die Arzneipflanze des Jahres. Er besteht aus Medizinhistorikern, Ärzten, Apothekern und Biologen; zum Teil wirken auch Studierende und Dozenten der Seminare "Grundlagen der Phytotherapie" und "Phytotherapie und traditionelle Medizin" mit.

Was die Arzneipflanze des Jahres auszeichnet

Jedes zur Arzneipflanze des Jahres gekürte Gewächs soll eine interessante Kultur- und Medizingeschichte aufweisen und in gut belegten oder viel versprechenden pharmakologischen und klinischen Studien überprüft sein.
Dabei berücksichtigt der Studienkreis zum Teil wenig bekannte Pflanzen, wie den Stechenden Mäusedorn, um der Öffentlichkeit das große Spektrum der Heilpflanzen näher zu bringen. Oder er wählt, wie im Fall des Efeus oder der Pfefferminze, sehr bekannte Pflanzen, über deren Heilwirkung aber nur wenige Menschen Bescheid wissen.

Quelle: idw-online.de
« Letzte Änderung: 01. März 2011, 12:19:06 von Ursula » Gespeichert

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Ursula
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« Antwort #1 am: 01. März 2011, 12:18:17 »


Passionsblume ist Arzneipflanze 2011


Ihre Extrakte wirken auf den Menschen beruhigend und angstlösend – und sie hat eine wunderschöne Blüte: die Passionsblume. Der „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen“ an der Universität Würzburg hat das exotische Gewächs jetzt zur Arzneipflanze des Jahres 2011 gewählt.

Extrakte aus der Passionsblume (Passiflora incarnata) werden bei nervöser Unruhe, leichten Einschlafstörungen und nervös bedingten Magen-Darm-Beschwerden angewendet. Um den beruhigenden Effekt zu verstärken, geschieht das oft in Kombination mit anderen pflanzlichen Mitteln, etwa mit Baldrian.

„Untersuchungen am Menschen haben zudem ergeben, dass Passionsblumenextrakt eine gute angstlösende Wirkung besitzt“, teilen Franz-Christian Czygan, Johannes Gottfried Mayer und Heike Will vom Würzburger Studienkreis mit. „Zugleich treten, anders als bei vielen Psychopharmaka, keine muskelentspannenden Effekte auf.“ Das mache die Passionsblume zu einem Beruhigungsmittel, das sich besonders tagsüber gut einsetzen lasse – weil es den Menschen in seiner „Alltagstauglichkeit“ nicht beeinträchtigt.

Die beruhigenden und angsthemmenden Effekte des Passionsblüten-Extrakts rühren daher, dass im Nervensystem die Bindung des Botenstoffs 3H-GABA am GABAA-Rezeptor gehemmt wird, so der Studienkreis. Die beste Wirksamkeit lasse sich mit Extrakten aus den Blättern erzielen. Welche Inhaltstoffe dafür verantwortlich sind, ist bislang nicht geklärt. Vermutlich geht die Hauptwirkung auf so genannte Flavonoide zurück.

Die ursprüngliche Heimat der Passionsblumen sind die tropischen Regenwälder Mittel- und Südamerikas. Weltweit gibt es mehr als 400 Arten, etliche davon bringen essbare Früchte hervor. Für den Handel bedeutsam ist nur die Maracuja, die Frucht von Passiflora edulis.

Seit 1999 wählt der Würzburger Studienkreis, in dem Medizinhistoriker, Ärzte, Apotheker und Biologen vertreten sind, eine Arzneipflanze des Jahres. Das gekürte Gewächs soll eine interessante Kultur- und Medizingeschichte aufweisen, seine Wirkung muss in wissenschaftlichen Studien überprüft sein.

Quelle: deutsche-Apotheker-Zeitung.de
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Angel95
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« Antwort #2 am: 02. März 2011, 11:51:55 »

Hallo Ursula,
ich kann die Wirkung nur bestätigen, zusammen mit Johanniskraut (welches man dann geringer dosieren kann) für mich ein gutes Mittel um über den Winter zu kommen.
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gemuetlichkeit
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« Antwort #3 am: 04. März 2011, 10:49:45 »

Interessant!
Habe gar nicht gewusst, dass die schöne Passionsblume bei mir zu Hause mit Maracujas in Verbindung steht.
Passionsblumen sind nicht nur was fürs Auge  Grinsend
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