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Autor Thema: Nur Gemüse bei Ayurveda ???  (Gelesen 9397 mal)
oliluenen
Gast
« am: 08. Januar 2003, 17:20:09 »

:roll:  Wenn man eine Ayurvedakur in Sri Lanka macht und das Essen wird festgelegt, gibt es da nur Gemüse Huch
Ich habe das Problem, das ich so gut wie kein Gemüse mag.
Gibt es da Möglichkeiten auf andere Nahrungsmittel auszuweichen Huch? :?:
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johanna
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« Antwort #1 am: 08. Januar 2003, 21:50:53 »

Hallo oliluenen,

ich hab sowas zwar noch nie gemacht, aber allgemein kann ich dir sagen, dass Ayurveda nicht unbedingt rein vegetarisch bedeutet. Fleisch wird allerdings aus ethischen Gründen nicht empfohlen. Es gibt jedoch auch detaillierte Einteilungen der verschiedenen Fleischarten für die verschiedenen Konstitutionstypen.

Und was meinst du mit anderen Nahrungsmitteln als Gemüse..?...  Bohnen und Linsen, die vielen verschiedenen Getreidearten (Hafer, Weizen, Dinkel, Roggen, Mais, Hirse etc.....)...

und ich bin mir fast sicher, dass sich nach einer Reinigung deines Körpers (was da wohl auch inklusive sein wird) auch deine Geschmackssinne etwas verändern werden. Also etwas, das dir jetzt "nichts gibt"... kann dir dann eventuell tatsächlich schmecken - auch wenn du dir das im Moment noch nicht vorstellen kannst  :roll: .
lg, johanna
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oliluenen
Gast
« Antwort #2 am: 09. Januar 2003, 11:33:30 »

Mmmmh da bin ich aber gespannt, ob das meine Sinne dann sehr
verändert. Ausser Linsen,Bohnen,Erbsen,Spinat und Weisskohl esse
ich nicht viel anderes an Gemüse.
Grundnahrungsmittel wie Reis,*ln und Kartoffeln esse ich natürlich
gerne.
Ich werde mich auf jedenfall weiter informieren über die ganze abläufe.
Es hört sich aber sehr gut an, wenn man wie ein neuer Mensch wieder kommt.

Gruß
Oliluenen Lächelnd
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johanna
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Beiträge: 17


« Antwort #3 am: 10. Januar 2003, 10:53:50 »

Hallo oliluenen,

ich hab mir in der Zwischenzeit einen Reisebericht einer Gruppe auf Kur in Sri Lanka durchgelesen...
viel von den Gemüsen, die da bekommen wirst, wirst du wahrscheinlich gar nicht so gut kennen - außer natürlich solche, die es bei uns auch gibt, wie Kokos, Mango....

und was neben dem Essen natürlich wichtig ist, sind auch die Massagen, die man bekommt *hoffentlich-viele*
und teilweise auch nicht so gut schmeckende Kräuterrezepturen werden dir wohl nicht erspart bleiben...

viel Erfolg bei der weiteren Suche - und dann natürlich viel Spaß mit den frisch geputzten Sinnen,
lg, johanna
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Frank W. Lotz
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« Antwort #4 am: 28. Januar 2003, 15:54:13 »

Der Ayur-Veda, die Wissenschaft vom gesunden, langen und glückli-chen Leben.

a.) Der spirituelle Gesichtspunkt in der vedische Er-nährung:
Der Ayur-Veda entstand aus sich selbst heraus, und hat seinen Ur-sprung, so
sagen die indischen Rishis im Bewußtsein eines jeden Menschen.
Tief im Inneren gibt es eine Quelle, das die alterwürdigen Seher (Ris-his) ATMA
nennen. Es ist die gleiche Seele aller Lebewesen, ob Stein, Pflanze, Tier oder Mensch.
Rabindranath Tagore, der berühmte indische bengalische Dichter und Literaturnobel-
Preisträger schrieb einmal sinngemäß:
Gott ruht in den Steinen,
Gott schläft in den Pflanzen,
Gott träumt im Tier
und schließlich erwacht er in einem "erleuchteten" Menschen.
Alle Inder, die mit dem Veda verbunden sind, lernen, daß das unsterb-liche Atma(Seele) in Allem ruht. Deshalb sind bis zum heutigen Tage noch ca. 250 Millionen Menschen Vegetarier. Kein Kalb wird ge-schlachtet, um die Milchproduktion anzuheben. Die Inder lernen schon von klein auf den alten vedischen Spruch:
"VASUDHAIVA KHUTUMBAKAM-- Die ganze Welt ist meine Familie
Auch wissen die Menschen, die nach dem Veda (Kosmische Gesetz) leben,so wie DU säst, so wirst Du ernten! Das ist das Gesetz von Actio gleich Reactio,das in der vedischen Philoshopie KARMA genannt wird. Alle gute Taten wie auch die "schlechten" kommen früher oder später zu uns zurück. All das wird das das ewige Gesetz des Dharma bewirkt. Dharma, so heißt die kosmische Verwaltung, die den gesam-ten Evolutionsstrom lenkt und erhält. Das Dharma sorgt dafür, dass alles Leben im ganzen Kosmos voranschreitet. Es wird von Shri Raam (Maha-Wishnu, Shri Krishna ist auch eine Verkörperung der "höchsten Intelligenz") gelenkt. So schreitet alles und überall voran, bis jedes Lebewesen wieder eins geworden ist mit seinem Ursprung. Atma (un-sterbliche Seele) wird zu Brahma (Vollkommenen Einheit-Brahman Bewusstsein). So begleitet und das ewige Dharma von Geburt zu Ge-burt, um uns aufwärts zu geleiten zur "höchsten Erleuchtung". Des-halb steht in den Lehrsätzen des Yoga, "Ahimsa"- Nichtverletzten, nicht töten, niemandem Schmerz zufügen, weder geistig noch körper-lich. Deshalb ist Yoga und Meditation im Ayur-Veda so wichtig!  Das ist der Grund warum die Inder, und alle die im Einklang mit dem Veda leben, natürlich Vegetarier sind:
1.) Aus ethischen Gründen, denn alle Lebewesen haben die gleiche Seele.
2.) Aus den gesundheitsbewussten Erkenntnissen des Ayur-Veda, denn Fleisch zu essen bedeutet "Aas zu fressen", tote "stinkende Ma-terie". Das produziert Ama, nichtverdaute Nahrung, die Haupt-Ursache für alle Krankheiten im Ayur-Veda.
3.) Aus dem tiefen inneren Glauben, das was Du einem anderen zu-fügst, kommt auf Dich zurück. Entweder früher oder (in diesem Leben oder einem späteren) später.
4.) Der vedische Mensch glaubt, nicht wie die Bibel sagt, er sei die Krone der Schöpfung ist, sondern dass er durch seinen Stand als Mensch zum Bewahrer und Erhalter der wunderbaren Schöpfung erdacht wurde. So liebt der vedische Mensch ganz natürlich alle We-sen, ob sie nun belebt oder unbelebt (Steine, Mineralien etc.) ihm er-scheinen.
Das ist der Grund, warum jeder geistig gesunde Mensch eine natürli-che Abneigung gegen das Töten besitzt.
Es liegt in seiner Gene, dass er Schmerz empfindet, wenn irgend et-was leidet.
So ist es mehr als nur natürlich ein Vegetarier zu sein. Betrachten wir unseren Darm, die Zähne, die Hände etc., erkennt  man mit jedem ge-sunden Menschen-Verstand,
dass vegetarische Ernährung die unserer Verdauung angemessenste Ernährung ist.
Der Ayur-Veda ist der Zweig des Veda, der die Menschen wieder glücklich, gesund und zur Langlebigkeit führt; mit natürlichen Mitteln im Einklang mit dem NATURGESETZ /DHARMA.
b.) Der gesundheitliche Aspekt in der ayurvedischen Ernährung:
Sushruta, ein ayurvedischer Arzt, der um 1500 vor Christus lebte, schrieb:
"Ein Mensch wird gesund genannt, dessen Physiologie im Gleichgewicht ist, dessen Verdau-ung und Stoffwechsel gut arbeiten, dessen Gewebe- und Ausscheidungsfunktionen normal sind und dessen Seele, Geist und Sinne sich im Zustand dauerhaften inneren Glücks befin-den."
Seit undenklichen Zeiten begleitet der Ayur-Veda die Menschen. Die meisten von uns wissen gar nicht, dass selbst die moderne westliche Medizin ihre Wurzeln im Ayur-Veda hat. Der "Urvater" der Medizin, Hypokrates benutzte 80 % seiner medizinischen Lehrbücher aus den 6 Standardwerken der vedischen Medizin. Die Charaka- Samhita und die Shushrut- Samhita sind neben den anderen vier Lehrwerken der ayurvedischen Medizin die wichtigsten Aufzeichnungen, des unbegrenzten Wissens-schatzes der alten indischen Hochkultur.
Obwohl bis zum heutigen Tage mehr als ca. 380000 ayurvedische Ärzte, die Vaidyas heißen, noch die traditionelle Medizin ausüben, war im Laufe der Jahrtausende das Wissen allmählich verloren gegan-gen. Es wurde nur noch fragmenthaft weitergegeben, auch durch den Einfluss von außen, durch die Invasion der Araber und Europäer ging viel verloren.
Doch glücklicherweise kam zur rechten Zeit für "Ost und West" gleichermaßen wichtig, die Erneuerung und volle Belebung dieses zeitlosen Wissens. Durch die unermüdliche Aktivitäten der großen indi-schen Gelehrten und Meisters des Yoga, Maharishi Mahesh Yogi wurde das ganze verschüttete Wis-sen wiedergefunden und alles in eine große Einheit zusammen geführt. Der Maharishi Ayur-Veda besitzt die volle und authentische Reichweite dieser so für unsere Zeit so wichtige Gesundheits- Wis-senschaft. Der höchste Rat des "All Indian Concils of Ayurvedic Doctors" bezeichnete den Maharishi Ayur-Veda als bestes ayurvedisches System, weil er als einzige Ayur-Veda Gesellschaft alle vedi-schen Disziplinen mit integriert hat. Das macht diesen Ayur-Veda so erfolgreich.    
Pancha Karma - Reinigung von Körper, Geist und Seele:
In den Maharishi Ayur-Ved Zentren werden die traditionellen Pancha-Karma Kuren praktiziert. Ziel jeder Behandlung im Ayurveda ist es, die Harmonie zwischen den Doshas zu erhalten oder wieder-herzustellen. Wichtig ist insbesondere, Stoffwechselgifte aus dem Körper auszuleiten. Eine der wirk-samsten Methoden ist hierbei das Pancha Karma. Pancha heißt Fünf und Karma heißt Handlung. Entsprechend besteht diese Methode aus fünf verschiedenen Reinigungszyklen.
In der ersten, der vorbereitenden Phase, werden die Stoffwechselschlacken in den Geweben aktiviert. Hierzu wird morgens flüssiges Ghee eingenommen. Das Frühstück fällt aus und das Mittagessen und Abendessen wird fettfrei zubereitet. Das Ghee hat nun im Körper die Aufgabe die fettlöslichen Schla-cken aus den Geweben zu lösen.
Bei den äußerlichen Anwendungen wird der Patient mit medizinierten Ölen massiert. Dies aktiviert den Stoffwechsel in den Muskeln und im Bindegewebe. Anschließend wird im sogenannten Schwitzkasten, dem Svedana, die Ausscheidung über die Haut und die Schleimhäute angeregt. Zu diesen sehr ange-nehmen Behandlungen gehört z.B. das Abhyanga- die Ölmassage, der Shiodhara- der Stirnölguss, das Pizzi Chilli - der Ganzkörperölguss oder das Nasya- eine spezielle Kopf- u. Nasenanwendung.
Ebenfalls große Bedeutung hat im Pancha Karma die Ausscheidung über den Darm. Im Ayurveda geht man davon aus, dass die einzelnen Doshas mit ihren Stoffwechselschlacken von unterschiedli-chen Bereichen im Magen-Darm-Trakt ausgeschieden werden können. Die Ausleitung der Schlacken geschieht mit einem sanften Abführmittel. Danach wird das Dick- u. Dünndarmsystem durch Einläufe gereinigt und anschließen mit Öleinläufen wieder aufgebaut.
Selbstverständlich muss eine Pancha Karma Kur stationär oder ambulant unter Aufsicht eines erfah-renen Ayur-Veda Arztes durchgeführt werden.
Im Ayur-Veda spielen Meditation und Yoga eine entscheidende Rolle. Man empfiehlt den Menschen diese sanften und angenehmen Tiefenentspannungstechniken. Denn sie halten Körper, Geist und Seele im Gleichgewicht und schenken dem Praktizierenden neben guter Gesundheit, inneren Frieden und Freude. Die Wirkungen der Transzendentalen Meditation sind phänomenal, und wurden in über 600 wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt. Die TM verbessert den körperlichen, seelischen und sozialen Zustand des Ausübenden. Die amerikanische Regierung hat kürzlich ein 5 Millionen Dollar Forschungsprojekt in Auftrag gegeben, nachdem bekannt wurde, dass durch die Ausübung der T.M. die Ablagerungen in den Venen, bedeutend reduziert wurden. Die Ergebnisse waren besser als die, die mit Medikamenten erreicht wurden. Deshalb ist nicht verwunderlich, wenn Meditierende ge-sünder, glücklicher und länger leben.
Ein weiterer wichtiger Zweig ist die klassische indische Musiktherapie, genannt Gandharva Veda. Die ayurvedische Musiktherapie, des Gandharva- Vedas, eine Musikform, die den Menschen wieder in den Rhythmus mit der Natur einbindet, kann Ungleichgewichte im Körper, Geist und Emotional-Körper beseitigen. Es werden bestimmte Ragas (Melodien im Einklang mit den Rhythmen der verschiedenen Tageszeiten) gespielt, die bewirken, dass der Mensch wieder mit der Natur mitschwingt.
Die vedische Astrologie, Jyotish und Yagya, sowie die vedische Architektur Sthapatya Veda spielen noch eine entscheidende Rolle um den Menschen, die Familie, ein Land und die ganze Erde gesund zu machen und zu erhalten.
Nun kommen wir zur Ernährung, genannt Ahara. Es ist das Wissen um die richtige und gesunde Nah-rungsaufnahme. Die gesunde Ernährung spielt im Ayurveda eine besonders wichtige Rolle, da damit Krankheiten vermieden und Störungen ausgeglichen werden.
Im Ayur-Veda gibt es drei Kräfte (Doshas), die sämtliche Vorgänge im Körper, Geist und der Psyche steuern. Sie schaffen, erhalten zerstören, und bauen wieder auf, denn das sind die drei Stufen, die verantwortlich für jegliche Entwicklung sind. Jedes Dosha ist in allen Zellen, Geweben und Organen des Körpers wirksam und hat darüber hinaus eine geistige Funktion. Zum anderen erklären die drei Doshas die Wechselbeziehung des Menschen mit seiner Ernährung und seiner gesamten Umwelt.
Diese drei Kräfte (Doshas) nennt man:
a.)   Vata ist das Bewegungs- und Steuerungsprinzip. Es ist die Kraft, die im Körper und Geist al-les lenkt und steuert. Sein Sitz im Körper befindet sich im Dickdarm und fließt durch alle Ner-venbahnen. Vata ist der Lenker. Vata besteht elementär aus Luft und Raum.
b.)   Pitta ist das Stoffwechselprinzip. Es besteht aus den Elementen Feuer und Wasser. Pitta heißt auf deutsch übersetzt Feuer. So hat Pitta seinen Sitz im Verdauungssystem in der Höhe des Solarplexus. Pitta schenkt dem Körper Wärme und Nahrung.
c.)   Kapha wiederum besteht aus den Elementen von Wasser und Erde, Kapha verschafft dem Menschen die nötige Struktur und Festigkeit. Sein Sitz ist in den Lungen, Muskeln und Kno-chen. Es ist das strukturgebende Prinzip.
Ein ayurvedischer Arzt stellt über eine bestimmte Konstitutionsbestimmungs- Methode fest, ob ein Mensch ein Vata, Pitta oder ein Kapha-Typ ist. Hier spielt die vedische Pulsdiagnose die entscheiden-de Rolle. Sie können Ihren Dosha-Typ aber auch mit einem sogenannten Typentest herausfinden. In einem guten Ayur-Veda Buch finden Sie einen solchen Test. Neben den reinen Dosha-Typen Vata, Pitta und Kapha gibt es natürlich auch Mischtypen, Ich werde Ihnen in kurzen Worten die "drei Typen" ein wenig näher bringen.
Kurzbeschreibung der einzelnen Typen.
Vata:
Vata Menschen sind zart und fein in der Körperstruktur, lebensfreundlich, und besitzen empfindliches Gemüt. Vertragen feuchtkaltes Wetter sehr schlecht, haben eine trockene Haut, ihr Stuhlgang ist hart und sie neigen zu Verstopfung. Sie brauchen besonders warme und zart abgeschmeckte Nahrung. Die Geschmackrichtung süß, sauer und salzig tut ihnen gut, wohingegen scharf, bitter und herb die-sen Menschen nicht gut tut. Sie kommunizieren sehr gerne, telefonieren ständig, sind offen für neues im Leben. Sie lieben die Sonne und sind die Kreativen und Intellektuellen einer Gesellschaft. Ist ihr Vata in ihrem Nervensystem zu hoch, durch zu viel Stress, dann kommt ihr ganzes System ins Ungleichgewicht. Das zeigt sich in physischen und psychischen Störungen wie z.b. Gewichtabnahme und Schlaflosigkeit. In unserer heutigen "schnelllebigen" Zeit haben fast alle Menschen "Vata- Störun-gen Diese lassen sich durch eine gesunde Lebensroutine, Meditation & Yoga, spazieren mit Freunden an der frischen Luft und besonders durch frische wärmende, gesunde und bekömmliche Ernährung wieder beseitigen. Sollten die Störungen zu stark sein, empfiehlt es sich einen guten Maharishi- Ayur-Veda Arzt aufzusuchen. Am Ende meines Artikels gebe ich ihnen einige Adressen, die sie gerne kon-taktieren können. Folgende Nahrungsmittel gleichen das Vata-Dosha aus:
Gut gekochtes Gemüse, wenig oder keine Rohkost. Rote Beete, Möhren, Gurke, Okra, Süßkartoffeln, gedünsteter Rettich, Sellerie, Staudensellerie, Spargel frische Erbsen, Kartoffeln, Zucchini, Tomaten, grünes Blattgemüse, Weizen, Hafer, Gries, Basmatireis, Dinkel. Wenig Hülsenfrüchte außer geschäl-ten, gelben Mungdhal (Hülsenfrüchte).
Bevorzugen Sie süße, reife Früchte wie Weintrauben, Mangos, Bananen, Avocados, Melonen, Pa-paya, Beerenobst, Kirschen, Kokosnuss, frische Feigen, frische Datteln, Orangen, Pfirsiche, Nektari-nen, Ananas, Pflaumen, Äpfel und Birnen in Maßen, am besten gedünstet. Ebenso liebt der Vata-Typ alle Milchprodukte und Öle und Fette. Auch Nüsse und Samen sind in gerösteter Form bekömmlich für ihn.
Die Gewürze, Ingwer, Anis, Asafoetida, Bockshornkleesamen, Cumin, Curcuma, Fenchel, Kardamon, Kümmel, Gewürznelken, Muskat, Nigella, Salz, Senfsamen, schwarzer Pfeffer und Zimt sollte er be-vorzugen.

Der Autotyp der dem Vatadosha ähnelt:
Hier fällt mir ganz spontan ein Auto mit Elektromotor ein, am besten noch ein sonnenangetriebenes. Wenn die Batterien aufgeladen sind, kann man los fahren. Da diese Fahrzeuge aber wenig Ausdauer besitzen, haben sie meistens für ca. 50 Km Energiereserven. Jedoch sind diese Autos wendig und flink. Dann müssen die Batterien wiederaufgeladen werden, auch ist die Karosserie sehr zart und empfindlich. Ähnlich verhält es sich mit Menschen, die von Natur aus Vata dominiert sind. Das genaue Gegenteil sind die Kapha-Dosha Menschen. Das werden wir gleich erkennen, in der Erklärung zu dem Kapha Dosha.

Pitta:
Pitta Menschen sind von Natur aus sehr dynamische Menschen. Es ist ihre Natur, die sie ganz spon-tan zu Führungspersönlichkeiten werden lässt. Sie haben eine gute Grundkonstitution, und werden von den Elementen Feuer und Wasser beherrscht. Sind sie in ihrem Gleichgewicht, sind sie der gebo-rene "Winnertyp", strahlen eine natürliche Wärme aus und können gut andere begeistern. Ist aber ihr Grunddosha zu stark ausgeprägt, oder stehen sie unter zu starken Druck, werden sie leicht jähzornig, ungeduldig und wütend. Sie sind dann der typische Choleriker. So ist für diese Menschen ganz be-sonders wichtig in einer harmonischen Umgebung zu leben. Da sie sehr hektisch werden können, sind Meditation, gute Freunde und eine freundliche und geduldige Familie für sie die beste "Medizin". Sie sollten sich besonders vor Fleisch, scharfem Essen, hitzigen Gesprächen beim Essen hüten. Die Ge-schmacksrichtigen und Lebensmittel, die ganz natürlich den Körper und den Geist kühlen, sind für diese Dosha-Typen genau das richtige. Süß, bitter und herb sind die 3 Geschmacksnuancen, die kühlend wirken. Seine bevorzugten Gewürze sind: Coriander, Cumin, Fenchel, Ingwer in Maßen, Kar-damon, Safran, schwarzer Pfeffer und Zimt. Bei den Kräutern sind es vor allem: Basilikum, Beifuss, Dill, Kerbel, Koriandergrün, Minze, Petersilie, Salbei und Zitronenmelisse.
In den Blattsalaten, allen Hülsenfrüchten, sowie in den Gemüsesorten von Fenchel, Chicoree, Weiß-kraut, Chinakohl, Bohnen und Gurken etc. , und in den Obstsorten wie Rhabarber, Birnen, reife Pa-payas und Mangos (Sonnengereift), frische reife süße Orangen und allen anderen süßen Obstsorten, die nicht sauer schmecken befindet sich eine kühlende Wirkung aufs Nervensystem und den Körper. Reis, Weizen, Dinkel, Buchweizen und alle leichte Pastasorten essen sie gerne und das tut Ihnen auch gut.
Der Autotyp, der dem Pittadosha ähnelt:
Sie sind wie ein Ferrari, "hochtourig", sehr schnell, möchten immer die ersten sein, überhitzen aber schnell, so brauchen gerade sie Mensch wie Ferrari eine gute Kühlung. Auch verbraucht dieser Motor mehr Sprit, als die Dieselmotoren und benötigt natürlich mehr Energie als die Elektroautos.

Kapha:
Sie sind die sogenannte "Gutmütigen", die nichts und niemanden aus der Ruhe bringen kann. Sie haben eine kräftige, etwas zur Korpulenz führende Figur. Die Elemente Wasser und Erde dominieren ihre geistige und körperliche Grundstruktur. Ihre Haare sind kräftig, leicht ölig, und oft haben sie schö-ne Naturlocken. Die Haut ist weich und blass, wie ihr Gegenstück haben sie eigentlich nur eines Ge-meinsam, sie lechzen nach Sonne und Wärme. Befinden sie sich relativ in ihrer Mitte, so sind sie in ihrem Wesen geduldig, liebevoll, ausdauernd, friedvoll und weitsichtig. Deshalb können Kapha- Dosha Menschen gut mit Geld umgehen und es wird ihnen oft später im Leben durch diese Eigenschaften Reichtum beschieden sein. Haben diese Menschen jedoch zu viel von Kapha, dann sind sie träge, unmotiviert, verschlossen für neues und isolieren sich von der "Welt". Yogaasanas, Pranayama, eine leichte Atemübung eine leichte Meditation und besonders viel Bewegung bringt sie wieder in Schwung. Deshalb sollten sie fettiges, schweres, gebratenes, Sahne, Käse, d.h. Milchprodukte mei-den. Kapha- Typen sind die einzigsten, denen ein scharfgewürztes Essen gut bekommt. Daneben reduziert bitter, herb und scharf das Kaphaelement im Körper. So lieben diese Menschen von Natur aus alle scharfen Gewürze und Kräuter wie schwarzer Pfeffer, Ingwer, Kreuzkümmel, Nelken, Gelb-wurz, Asa Foetida und Senfsaat. Bevorzugte Kräuter sind: Kresse, Petersilie, Koriandergrün, Basili-kum, Zitronenmelisse, Estragon, sowie die Gemüsesorten Rettich, scharfe Peperoni, frische Chilli-schoten, Tomaten etc. Salate essen sie mäßig, jedoch sollten sie würzig angemacht sein. Obst am Morgen ist für sie das ideale Frühstück, jedoch sind saure und besonders süße Sorten für sie nicht richtig. Da sie gerne essen, aber eine träge Verdauung und ihr System sehr genügsam ist, sollten sie nicht Schlemmern. Der Kapha-Typ sollte salzarm kochen, da er sonst zuviel Wasser im Körper an-sammelt.
Der Autotyp, der dem Kapha-Dosha am meisten entspricht:
Wie ich bei der Erklärung von Vata schon andeutete, ist Kapha in seiner Natur genau entgegenge-setzt. Also, müsste Kapha ausdauernd, robust, langsam und stabil sein. Ein Auto, das auf diese Be-schreibung zutrifft, sind die alten Mercedes Diesel. Sie brauchen erst einmal ihre Zeit, bis sie auf Tou-ren kommen, aber wenn sie anfangen zu "tuckern, hält sie nichts mehr auf. Selbst das auf der strecke legen gebliebene Elektroauto ziehen sie noch mit, ohne große Probleme. Zwar sind sie langsam, aber ihr "langer" Atem bringt den langfristigen Erfolg. So haben wir anhand der Analogie mit den verschie-denen Motorensystemen, die Bedeutung der drei Doshas ( Kräfte im Körper) besser verstanden. Es gibt im Ayur-Veda auch die Mischtypen, so ist ein Turbodiesel, ein Pitta Kapha Typ, ein Elektroauto mit eingebautem Ottomotor ein Vata Pitta dominierter Mensch. So hoffe ich, ihnen etwas von dem tiefgreifenden und wirkungsvollen Gesundheitssystem nähergebracht zu haben.
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Frank W. Lotz Maharishi Ayurveda Experte & Autor von "Himmlisch Kochen..."
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« Antwort #5 am: 28. Januar 2003, 16:01:43 »

Einteilung der Lebensmittel
Im ayurvedischen gibt es förderliche und schädliche Nahrungsmittel. Einige versorgen Körper und Geist optimal, andere können Körper und Geist Schaden zufügen.
Sattvische Lebensmittel
Lebensmittel mit der Qualität Sattva bauen den Körper auf und bringen Klarheit, Freude und Lebens-energie für alle Typen. Zu den sattvischen Lebensmitteln zählen Ghee (Butterschmalz), Honig, Voll-milch, frisches reifes Obst und Gemüse sowie Getreide und Reis. Gemüse, die über der Erde reifen, sind denen vorzuziehen, die unter der Erde reifen, da sie mehr Sonnenenergie speichern können. Ausnahmen sind Rote Beete und Karotten.
Rajasische Lebensmittel
Lebensmittel, die die Eigenschaft Rajas enthalten, erhitzen Körper und Geist. Im Übermaß oder falsch dosiert, machen sie den Menschen rechthaberisch, aggressiv und ungeduldig. Wer allerdings eher langsam, träge und gleichgültig ist, kann Rajas-Nahrung in kleinen Mengen essen. Sie aktivieren Menschen mit einer Kapha-Konstitution und bringen ihnen mehr Entschlossenheit, Aktivitätsimpulse und Durchsetzungsvermögen. Zu den rajasischen Lebensmitteln gehören unter anderen alle scharfen Gewürze, Rettich, Zwiebel und Knoblauch, Paprika, Chilis, Kaffee, schwarzer Tee sowie Alkohol und Genussmittel, die wenn überhaupt mit Vorsicht zu genießen sind.
Tamasische Lebensmittel
Lebensmittel mit der Qualität Tamas machen Geist und Körper müde und träge und dumpf. Sie be-lasten die Verdauung und begünstigen Krankheiten. Sie produzieren nahrungsbedingte Schlacken, die im Ayur-Veda "Ama" genannt werden, was wörtlich übersetzt "nicht verdaute Nahrung" heißt. Zu den tamasischen Lebensmitteln zählen: Fleisch, Hartkäse, H-Milch, Nahrungsmittel mit Konservie-rungsstoffen, Tiefkühl- und Dosenprodukte, aufgewärmtes Essen, Instant-Produkte, genmanipulierte und synthetische Nahrung. Essig, der chemisch gesehen umgekippter (übersäuerter) Alkohol ist, raffi-nierter Zucker, industriell hergestelltes Salz und Erdnussprodukte haben Inhaltsstoffe, die sich un-günstig auf die Gesundheit auswirken. Vegetarische Fertigprodukte, wie Sojafleisch, Sojawürstchen, etc. und Tofuprodukte gelten als schwerverdaulich und hochtamasisch.

Zucker, Honig und der besondere Zucker im Ayur-Veda; " Sharkara", der "ba-sisch" wirkt:
Raffiniertem Zucker sind nahezu alle Vitamin- und Mineralstoffe entzogen. Er wirkt im Körper wie eine chemische Keule, weil er die Freien Radikalen im Gewebe des Systems bindet und nährt. Nehmen Sie einfach in Maßen Rohzucker aus Zuckerrohr, Palmzucker, Ursüße oder Jaggery (indischer Roh-zucker) und Honig sowie Fruchtzucker für Diabetiker. Mittlerweile ist auch bei uns Sharkara erhältlich. Ein aus Zuckerrohr verfeinerter Zucker, der als einziger Zucker basisch wirkt und Pitta ausgleichend ist. Zuckerersatzstoffe sind keine Alternative, weil sie nachweislich die Existenz Freier Radikaler för-dern. Sie werden vom Verdauungssystem als Fremdkörper angesehen. Wichtig bei Honig: Er darf nicht über 40 Grad erhitzt werden, da er sonst toxische Stoffe freisetzt.
Da Honig dem Körper Wärme schenkt, und der Pitta- Typ davon schon mehr als genug im Körper besitzt, haben die alten indischen Ärzte vor langer Zeit einen Zucker entwickelt, der kühlend wirkt und das VERDAUUNGSSYSTEM NICHT ÜBERSÄUERT: Mit bestimmten Reinigungsmethoden läutern sie Zucker aus Zuckerrohr, und entziehen ihm alle Schlacken. Nach dem Reinigungsprozess besitzt dieser Zucker basische Wirkung. Er schmeckt milder und nicht so süß, wie herkömmlicher brauner Zucker. Dieser Zucker ist natürlich nichts für Diabetiker, denen man auch im Ayur-Veda Fruchtzucker als Süßungsmittel empfiehlt.
Diesen Zucker können Sie in meinem FRANK`S SPICE SHOP bestellen.
Frank Wolfgang Lotz
Autor von "Himmlisch Kochen und Leben im Einklang mit dem Veda" ISBN 3-930264-34-X
Dieser Artikel erschiehn in "natürlich vegetarisch", dem Magazin des Vegetarier Bundes Deutschlands e.V.
Mit freundlichen Genehmigung, und zum privaten Gebrauch gerne freigegeben!
Herzlichst Ihr Frank W. Lotz
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Frank W. Lotz Maharishi Ayurveda Experte & Autor von "Himmlisch Kochen..."
Gast
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« Antwort #6 am: 29. Januar 2003, 09:51:31 »

Prasadi Ayurvedic Centre in Sri Lanka.
Zitat
Ayurvedakuren und Wellness bei Dr.Prasadi DeSilva, unterstützt durch ein erfahrenes und qualifiziertes Team in natürlicher und privater Atmosphäre. Besuchen Sie unsere offizielle Website www.ayurweda.org.

www.ayurweda.org[/color][/size]
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Hans-Jörg
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« Antwort #7 am: 24. Oktober 2003, 12:40:21 »

Hallo zusammen,
ich kann den Beitrag von Johanna nur unterstreichen, auch bei mir änderte sich der Geschmackssinn innerhalb einer drei-wochen Kur in Sri Lanka, viel intensiver erschien mir alles im Geschmack und auch im Geruch.
Man beginnt neu zu erleben, dies dann auch begleitet durch die Anwendungen und durch den Start in den Tag mit Yoga und Meditation.
Da unser deutsch geführtes Hotel mit einer staatlichen Klinik zusammenarbeitet, gewissermaßen eine gegenseitige Patenschaft, hatten wir Gäste auch die Möglichkeit, dort Einblick zu bekommen und es gab dort durch die buddhistische Einstellung nur vegetarische Ernährung. Ich bekam allerdings in meiner zweiten Woche etwas gedünsteten Fisch zum Reis und Curry, alles in allem war auch diese (siebte) Kur kulinarisch ein Erfolg. Allein die Gemüsearten wie Lotuswurzeln oder die verschiedenen Dahls...lecker, lecker. Aufgrund meiner Konstitution durfte ich keine Früchte mit der Geschmacksrichtung Süß-sauer essen, so blieb dann drei Wochen lang Papaya, der Arzt erklärte mir, Papaya sei eine Medizin beim Ayurveda und das verblüffende für mich war: Ich bekam Papaya jeden Tag zweimal und es schmeckte mir auch noch am letzten Tag.
Gruß
Hans-Jörg
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